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Toys for Future: Eltern wünschen sich nachhaltiges Spielzeug für ihre Kinder

01.12.2020

Haba nachhaltiges Spielzeug

Haba nutzt verstärkt biologisch abbaubare Kunststoffe. ©Koelnmesse

Nachhaltigkeit ist ein gesellschaftlicher Megatrend. Inzwischen trifft man ihn auch im Kinderzimmer an, ob bei Textilien, Möbeln oder Spielzeug. So wünschen sich immer mehr Eltern Spielsachen, die nicht nur schön bunt, sondern auch ökologisch unbedenklich, fair produziert und langlebig sind.

Die Chancen dafür stehen gut. Angesichts von Schadstoffbelastungen und großen Mengen Verpackungsmüll suchen immer mehr Eltern nach nachhaltigen Alternativen: nach Spielwaren, die gesundheitlich und ökologisch unbedenklich sind, langlebig, recycel- und reparierbar. Faire Arbeitsbedingungen in der Produktion sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium.

Der „Thunberg-Effekt“ verändert die Spielwarenindustrie

Das Umdenken bei den Verbrauchern verändert die Branche. „Der Greta-Thunberg-Effekt ist in der deutschen Spielwarenindustrie angekommen“, bekräftigt Ulrich Brobeil, Geschäftsführer des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie (DVSI) . Eine Umfrage seines Verbands zeigt, dass 62 Prozent der Hersteller dem Thema eine „hohe bis sehr hohe“ Bedeutung beimessen. Dabei liegt der Fokus vor allem auf ökologischer Nachhaltigkeit: weniger Verpackung, geringerer Energieverbrauch, keine Schadstoffe.

Viele Spielzeughersteller verarbeiten inzwischen Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und testen innovative Materialien. Haba , Schleich und Luckys Naturally zum Beispiel nutzen verstärkt biologisch abbaubare Kunststoffe, die statt auf Rohöl überwiegend auf nachwachsenden Rohstoffen, etwa Holzspänen, Mais oder Zuckerrohr, basieren.

Große Ziele hat sich Lego gesetzt. Der dänische Konzern hat ein eigenes Sustainable Materials Center zur Erforschung nachhaltiger Werkstoffe gegründet, aus denen bis 2030 nahezu alle Bauklötze und Verpackungen gefertigt werden sollen. Bislang liegt der Anteil dieser Produkte allerdings noch im einstelligen Prozent-Bereich.

Bauklötze echtkind nachhaltigkeit Kinderspielzeug

Klassische Bauklötze: ein Vorbild in punkto Nachhaltigkeit ©echtkind

Nachhaltige Spielzeuge bieten immer neue Spielerlebnisse

Dennoch sind Legosteine – ebenso wie klassische Bauklötze – durchaus ein Vorbild in punkto Nachhaltigkeit: weil sie selten kaputt gehen und so langlebig sind, dass sie problemlos an die nächste Generation vererbt werden können. Vor allem aber bringen sie keine vorgefertigte Spielwelt ins Kinderzimmer, sondern bieten immer neue Spielerlebnisse. Mit den bunten Steinen kann der Nachwuchs kreativ Dinge bauen – ohne Vorgaben, die seine Fantasie einschränken. Das gilt beispielsweise auch für die Öko-Bausteine von echtkind , biobuddi und anderen Herstellern sowie für das Massivholz Schraub-Set von Walter , mit dem die Kleinen ausdauernd herumtüfteln können.

Nachhaltige Spielsachen sind keine Wegwerfartikel. Sie begleiten Kinder über einen längeren Zeitraum und fördern ihre Entwicklung. Manche thematisieren das Thema Nachhaltigkeit sogar auf spielerische und kindgerechte Weise: etwa der Nachzieh-Recycling Truck von EverEarth , mit dem die Kurzen etwas über Recycling und Mülltrennung lernen.

Wir sind schon sehr gespannt, wie sich der Markt für nachhaltiges Spielzeug weiterentwickelt und welche Neuheiten es 2021 geben wird!