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Mit Kleinkindern im Fahrrad-Sitz oder im Anhänger sicher unterwegs

04.05.2021

Mobilität, Fahrradsitz, Fahrradanhänger, Kindersitz, Kleinkind

Kleinkinder auf dem Fahrrad mitnehmen – das bringt Eltern einen Gewinn an Mobilität. ©Koelnmesse

Ob Alltagserledigungen oder Familienausflug: Immer mehr Eltern setzen sich aufs Fahrrad statt ins Auto. Aber wohin mit den Kleinen? Neben Kinder-Fahrradsitzen sieht man auch immer mehr Fahrradanhänger. Welche Lösung sich für welche Familie eignet, kann nur eine gute Beratung beim Händler mit Fachkompetenz zeigen.

Kleinkinder auf dem Fahrrad mitnehmen – das bringt Eltern einen Gewinn an Mobilität. Aber nur, wenn sie sich darauf verlassen können, dass die Sprösslinge unterwegs sicher, bequem und gut geschützt fahren. Natürlich sollte die Transportlösung auch stabil sowie leicht zu handeln sein und das Fahrverhalten des Rades nicht beeinträchtigen. Kindersitz und Fahrradanhänger haben jeweils ihre eigenen Stärken und Schwächen – hier ist eine kompetente Beratung gefragt.

Für Händler lohnt sich das Engagement, denn die Nachfrage nach Fahrrädern bzw. E-Bikes steigt seit Jahren. Zwischen 2010 und 2018 kletterten die Umsätze in Deutschland von 2,4 auf rund 4,5 Milliarden Euro. Infolge der Corona-Pandemie geht der Bedarf gerade durch die Decke und das treibt auch den Markt für Kindertransportzubehör.

Kindersitze: unkompliziert für kurze Wege

Nutzen Ihre Kunden das Rad eher für kurze Strecken im Alltag? Dann könnte ein Kindersitz, der hinten am Fahrradrahmen angebracht wird, die richtige Wahl sein. Modelle wie der ergonomische Caress von Hamax oder der Sicherheitssitz Bobike Go – beide für Kinder bis 22 kg Gewicht – sind relativ kostengünstig sowie schnell und einfach montiert. Viele Eltern schätzen es auch, den Nachwuchs auf dem Fahrrad nahe bei sich zu haben – allerdings muss der dafür schon allein sitzen können. Geeignete Kindersitze sollten der Norm EN 14344 entsprechen. Außerdem legen Eltern besonders großen Wert auf Sicherheitsfeatures wie Hosen¬trägergurte, Seitenwangen, Kopfstützen sowie verstellbare Fußstützen mit Anschnallmöglichkeit, damit die Kleinen nicht mit den Zehen in die Speichen geraten.

Nachteile: Unterwegs sind die Kleinen vor Regen und Wind nicht geschützt und da sie ihre Sitzposition nicht verändern können, kann es schnell unbequem werden. Eltern können zudem kaum weiteres Gepäck mitnehmen und beim Fahren müssen sie sich sehr auf die Balance konzentrieren.

Fahrradsitz, Fahrradanhänger, Kinder, Kleinkinder, Fahrrad

Kindersitz und Fahrradanhänger haben jeweils ihre eigenen Stärken und Schwächen – hier ist eine kompetente Beratung gefragt. @Koelnmesse

Fahrradanhänger: bequem und sicher unterwegs

Unternehmen Ihre Kunden gerne längere Touren? Dann sind Fahrradanhänger wie der Sportrex von Queridoo oder der Thule Chariot Cross eine gute Empfehlung. Beide Anhänger gibt es in Versionen für zwei Kinder und sie lassen sich mit wenigen Handgriffen zum Buggy umbauen. Kinder bis rund 1,15 Meter Größe sitzen hier entspannt, vor Regen und Wind geschützt und können während der Fahrt spielen oder schlafen. Mit speziellen Babyschalen sind sogar Säuglinge mit von der Partie.

Allerdings sind hochwertige, stabile Anhänger mit guten Sicherheitsgurten deutlich teurer, schwerer und größer als Kindersitze, und nicht jeder Anhänger passt an jedes Rad – hier ist gute Beratung gefragt. Aufgrund ihrer Breite brauchen Fahrradanhänger reichlich Platz. Die Handhabung sowie das Fahrverhalten sind etwas gewöhnungsbedürftig, besonders beim Bremsen und Rangieren. Fragen Sie die Eltern, wie ihre Räder ausgestattet sind und wie viel zulässiges Gesamtgewicht diese ziehen dürfen. Um Berge mit vollbesetztem Anhänger gut zu bewältigen, sollte das Rad über mehrere Gänge mit leichter Übersetzung und guten Bremsen verfügen. Am besten lassen Sie die Eltern das Fahren mit Anhänger oder Kindersitz vor dem Kauf testen.

Wie sicher sind die Lösungen?

Grundsätzlich ist der Fahrradanhänger die sichere Transportvariante, besonders wenn zusätzlich eine Stangenfahne für verbesserte Sichtbarkeit sorgt. Das häufigste Unfallrisiko beim Kindertransport auf dem Rad besteht beim Auf- oder Absteigen. Bei Kindersitzen ist die Verletzungsgefahr aufgrund der Fallhöhe größer. Bei Fahrradanhängern hingegen ist diese deutlich geringer, zudem kippen die Anhänger normalerweise nicht um, wenn Mutter oder Vater mit dem Rad stürzen.

Bei einem schweren Zusammenstoß mit einem Auto bieten allerdings beide Lösungen keinen ausreichenden Schutz. Deshalb müssen Kinder immer einen Helm tragen und angegurtet sein, ob auf dem Sitz oder im Anhänger.